„Rentnerteich“ für Blutegel

Der Einsatz von Blutegeln, so hilfreich er für die behandelten Tiere auch ist, hatte bisher immer einen faden Beigeschmack: Leider mussten die großartigen kleinen Helfer nach ihrem Einsatz getötet werden. Mehrfachverwendung war und ist nicht erlaubt, unter anderem wegen der potentiellen Gefahr, mit dem Blut eines Patienten möglicherweise auch Krankheitserreger aufgenommen zu haben, und diese bei erneuter Verwendung theoretisch weiter verbreiten zu können.

Fakt ist: Es handelt sich beim medizinischen Blutegel um ein „Fertigarzneimittel“, und der Umgang mit ihm – wie mit anderen Arzneimitteln auch – ist sehr klaren gesetzlichen Bestimmungen unterworfen. Als Therapeut hatte man also bisher keine Wahl. Arbeitete man mit Blutegeln, musste man sie anschließend töten.

Wie schön, dass sich das nun geändert hat!

Die Blutegelzucht in Biebertal hat die Genehmigung erhalten, den sogenannten „Rentnerteich“ wieder betreiben zu dürfen. Als Therapeut kann man nun die Blutegel, die ihre nützliche Arbeit verrichtet haben, dorthin zurücksenden. Wenn das mal keine klassische „Win-Win-Situation“ ist.
Blutegel, die ich an Ihrem Tier einsetze, werden künftig also nicht mehr getötet, sondern dürfen nach entsprechender und sorgfältig überwachter Quarantäne-Zeit zurück in den „Rentnerteich“.

Wer mehr darüber lesen möchte, kann das hier tun.

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