Risiken und Nebenwirkungen

Die Akupunktmassage gilt als sanfte, ganzheitlich wirkende Regulationstherapie. Doch auch die sanfteste Therapie greift in die Geschehnisse des Organismus ein und beeinflusst diese nicht immer vorhersehbar.

Die APM-Therapie zielt darauf ab, den Organismus wieder in die Lage zu versetzen, lebenserhaltende Stoffwechselprozesse eigenständig zu regulieren und zu optimieren. Durch das bewußte Eingreifen in den Energiehaushalt und die daraus resultierenden Energieverlagerungen können sich insbesondere in den ersten 48 Stunden nach einer Behandlung Veränderungen zeigen, die zu unterschiedlichen Reaktionen führen. Manche Hunde werden sehr müde und schläfrig, während andere plötzlich hektisch und überdreht sind oder teilweise auch ihr Fress- und Trinkverhalten ändern. Auch ein schneller Wechsel zwischen den genannten Reaktionen ist manchmal zu beobachten. All dies sind jedoch Zeichen dafür, dass der gestörten Energiefluss durch die Behandlung in Bewegung gekommen ist und der Organismus – veranlasst durch diesen Anstoß – an der Wiederherstellung eines gleichmäßigen Energieflusses arbeitet.  Dieser Prozess ist für den Patienten durchaus anstrengend. Der Hund sollte deshalb in den ersten zwei Tagen nach der Behandlung nicht stark belastet werden. Optimalerweise hat er in dieser Zeit die Möglichkeit selbst zu entscheiden, ob er ruhen oder toben möchte.

Mit der Akupunktmassage kann der Organismus sanft in seinem Bestreben um Regulation unterstützt werden. Ebenso wirkt sich ein ganzheitlicher Therapieansatz grundsätzlich auf Körper und Psyche aus, unabhängig vom ursprünglichen Grund der Behandlung. Dadurch regulieren sich unter Umständen auch Verhaltensauffälligkeiten und Befindlichkeitsstörungen, die vorher gar nicht im Fokus der Behandlung standen. Der Hund kann sich als insgesamt ausgeglichener, zufriedener und leistungsfähiger zeigen.

Generell kann also bei einer Akupunktmassage von mehr positiven als negativen Effekten ausgegangen werden. Natürlich kann auch diese Therapie nicht immer und in jedem Fall helfen. Doch auch wenn eine vollständige Genesung ausgeschlossen scheint, kann durch die APM-Behandlung das Voranschreiten von Krankheitsprozessen häufig zumindest verlangsamt und meist eine deutliche Verbesserung des Allgemeinbefindens bewirkt werden.

Für einen sichtbaren und vor allen Dingen dauerhaften Therapieerfolg bedarf es aber in der Regel mehrerer Behandlungen in individuell zu definierenden Abständen sowie oftmals einer Optimierung der sonstigen Rahmenbedingungen.